Fotos - Céüse (FRA) by Dario Furler

Fotos - Gimmelwald by Dario Furler

Fotos - Tessin Bouldering by Dario Furler

Fotos - Titlis Nordwand by Dario Furler

Fotos - Teufelstalwand by Dario Furler

Dani im Alpentraum…

Fotos - Céüse by Dario Furler

Fotos - Gimmelwald by Dario Furler

Fotos - Winter Bouldering by Dario Furler

Fotos - Highline Nightsession by Dario Furler

Fotos - Tessin Bouldering by Dario Furler

Fotos - Blattiswald Bouldering by Dario Furler

Fotos - Lofoten (N) by Dario Furler

NEWS - Online Publikation | Rock and Ice Magazine by Dario Furler

Ein Jahr ist es her seit wir in Flatanger unsere Zelte aufgeschlagen haben.

Zur gleichen Zeit versuchte Seb Bouin, einer der besten französischen Kletterer, die Begehung der Route Thor's Hammer (9a/9a+). Wir hatten das Vergnügen Ihn dabei kennen zu lernen und mit der Fotokamera zu begleiten.

Vor einpaar Tagen, also gut ein Jahr später, gelang im der Durchstieg der Route! Wir gratulieren Ihm zu dieser ausserordentlichen Leistung. Den Originalartikel zu Seb`s Erfolg, inklusive Foto von Rockvision, findet Ihr unter Rock and Ice Magazine .

Blog - Nach der Reise die Premiere by Dario Furler

Die Filmpremiere ist Geschichte. Es war ein absolutes Highlight unseres Projekts „ROCKVISION - north“.

Aber rollen wir das Ganze nochmal von vorne auf:

Nach dem Reisen und Filmen in Norwegen fing mit dem Filmschneiden die Arbeit erst richtig an. Dafür mussten wir zuerst ein Terabyte Material an Aufnahmen durchackern. Häufige Kommentare dabei: „Das ist wirklich gut rausgekommen!“ „Neee sorry das ist unscharf.“ „Oh die Aufnahmen gibt’s gar nicht mehr, wurden uns ja geklaut.“ „Zum Glück hatten wir eine Drohne dabei!“ etc. etc.

Als wir dann alles zusammengetragen hatten, ging es weiter mit dem Rohschnitt. Es musste nun eine Reihenfolge in das Chaos von Aufnahmen gebracht und damit eine Story entwickelt werden, wofür wir schon mal ganze drei Wochen brauchten. Nachdem der Rohschnitt fertig war, hagelte es die erste Kritik und wir begannen wieder fast von vorne und krempelten alles um. Dieser Prozess wiederholte sich einige Male bis der Film stimmig war. Für diesen Feinschnitt brauchten wir nochmals weitere fünf Wochen. Zum Glück konnten wir uns unsere Arbeitszeit selber einteilen und so das herrliche Herbstwetter zum Motivation tanken beim Klettern am Felsen geniessen.

Zurück zur Premiere:

Alles lief soweit nach Plan und wir waren überwältigt, wie viele Leute gekommen sind. Rund 250?! Nach einer kurzen Ansprache konnten wir den Film für sich sprechen lassen. Und wie war es? Naja das müsst Ihr entscheiden. Wir hoffen es hat euch gefallen und konnten euch einen Einblick in unsere Reise geben.

Für diejenigen, die nicht kommen konnten oder sich den Film nochmals anschauen wollen: DVDs kommen bald. Melde dich dafür beim DVD-NEWSLETTER auf dieser Seite an und bleibe auf dem Laufenden! 

An dieser Stelle nochmals grossen DANK an alle Unterstützer von unserem Crowdfunding und viele mehr. Ohne Euch wäre das Ganze nicht möglich gewesen!!!

Und wie geht’s weiter? Hmmm...auf jeden Fall wird viel geklettert.


Blog - 7921 Kilometer und 54 Tage später by Dario Furler

Weiter rollte das blaue Gefährt Richtung Süden. Etwas wehmütig verfolgten wir die an uns vorbeiziehenden norwegischen Landschaften ein letztes Mal. Nach acht Stunden Autofahrt kamen wir in Schweden an. Erschöpft entschieden wir uns dazu ein Powernap einzulegen, der uns um zwei Uhr früh die Weiterfahrt nach Bohuslän ermöglichen sollte. Wir parkten auf einem Rastplatz für Camper und PW’s und nutzten die Gelegenheit gleichzeitig dazu, eine Kamera im nahgelegenen Wald aufzustellen, um die Sternenbewegung am Nachthimmel einzufangen. Danach schlüpften wir müde ins Bett, um gegen vier Uhr weiterzureisen.

Um 4 Uhr klingelt der Wecker. Schnell vertrieb die Neugier nach den Ergebnissen der Timelapse- Kamera einen Teil unserer Müdigkeit. „Kannst du mir den Kamerarucksack geben?“ „Wo ist der Kamerarucksack geblieben?“ „Hat jemand den Kamerarucksack gesehen?“ Dieser lag doch am Kopfende unserer Betten. Nein! Unmöglich! Nicht schon wieder ausgeraubt. Beim Schlafen und dies ohne etwas mitbekommen zu haben. Verdammt das waren richtige Profis. Bei genauem Betrachten liessen sich am geknackten Schloss winzige Spuren erkennen. Mit so was hätten wir nun wirklich nicht gerechnet. Niedergeschlagen wurde uns langsam das Ausmass bewusst. Über den materielle Verlust kamen wir dank den Erfahrungen des ersten Einbruchs schnell hinweg. Schlimmer war, dass die Festplatte mit den letzten zwei Tagen entscheidenden Filmaufnahmen weg ist.

Schweden zählt wohl nicht mehr zu unseren Lieblingsländern. Dennoch stoppten wir nach dem routinemässigen Besuch des lokalen Polizeipostens in der Kletterregion Bohuslän, da dies unweit unserer Reiseroute lag. Auf den Schären der Region wimmelt es nur so von rötlichen Granitbrocken. Ein bekannter Brocken nennt sich Häller und liegt direkt hinter einer Farm. Dort stellten uns die langen und breiten Risse auf die Probe und wir scheiterten teilweise kläglich. Fazit nach zwei Tagen Risskletterei: An unserer Risstechnik lässt sich noch viel verbessern. Des Weiteren beklagten sich unsere Finger über zu wenig Klettermeter in der vergangenen Woche. Die Fingerkuppen litten an einer noch nie dagewesene Überproduktion von Hornhaut.
Den Abend in Bohuslän verbrachten wir im warmen schwedischen Meer und beim zNacht wurden unsere selbst gesammelten Miesmuscheln probiert. Definitiv eine Delikatesse…

Nach zwei Tagen in Schweden düsten wir über Brücken und Gewässer nach Kopenhagen. Dort angekommen, besichtigten wir wie geplant die Stadt. Da unser Besuch auf ein Wochenende fiel, liessen wir uns hier das Nachtleben natürlich nicht entgehen. Am nächsten Tag ging es ausgeschlafen weiter nach Hamburg, wo letzte Filmaufnahmen geplant waren. Das Ausmass des Hamburger Hafens überstieg unsere Vorstellungen bei weitem und so gelangen einige gute Foto- und Videoaufnahmen. Von Hamburg führten uns unsere souveränen Fahrer dann an einem Stück nach Hause.

Seit einem Tagen sind wir nun wieder zuhause und gönnen uns etwas Ruhe. Erstmal müssen wir die Reise und all das Erlebte verarbeiten. Das Leben nimmt langsam gewohnte Bahnen an. Viel Arbeit liegt aber noch vor uns und wir freuen uns schon auf die Produktion des Filmes.

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle unsere Sponsoren, Gönner und Unterstützer. Wir hoffen Ihr konntet mittels Blog unsere Reise mitverfolgen. Natürlich werden wir weiterhin versuchen euch auf dem neuesten Stand unserer Arbeiten zu halten, sowie unsere versprochenen Goodies so bald wie möglich einzulösen.

Blog - Back on the Road by Dario Furler

Nun ist es also soweit. Unsere mobilen vier Wände rollen wieder südwärts. Doch bevor wir uns vom Norden verabschieden, werfen wir nochmals ein kurzer Blick zurück:

Wir verbrachten wunderschöne letzte Tage in Flatanger, die wir in vollen Zügen genossen haben. Seit einigen Tagen dürfen wir täglichen Sonnenschein und sommerliche Temperaturen geniessen. Dies mag zur Abwechslung mal sehr angenehm sein. Wir stimmen uns rückblickend alle zu, dass wir von Glück sprechen können, nicht dauerhaft solch schönes Wetter gehabt zu haben. Die südwestliche Ausrichtung der Hanshallarengrotte machte sich während der letzten Klettertage bemerkbar und erschwerte seriöse Durchstiegsversuche. So konnten 40 Meter Klettern in der prallen Sonne zu einer wahren Schwitzpartie werden, sowohl für den Kletterer als den Sicherer. Wir waren gezwungen unsere Klettereinsätze in den frühen Morgen oder den späten Abend zu verschieben. Unter dem Druck des immer näher kommenden Abreisetags wurden die Griffe jedoch auch unter diesen Verhältnisse noch ein bisschen fester zugeschraubt.

Fakt ist:
17 Klettertage
7 Pausentage
33 Routen ab 7a
Routen von 24 bis zu „total überfordert mit dem Zählen der Züge“, also über 150 Züge

Nachdem wir am Sonntagmorgen unsere letzten Klettermeter zurückgelegt hatten, ging es los. Unser Weg führte uns als erstes nach Harbak, einem kleinen aber feinen Bouldergebiet am Meer. In Flatanger lebten wir schon ziemlich abgeschieden, was sich im Vergleich zu Harbak jedoch als Metropole herausstellte. Als uns das Navi dort plötzlich weg von der asphaltierten Strasse führte und wir die letzten 20 Minuten auf einer unbefestigten Küstenstrasse fuhren, fühlten wir uns, als wären wir am definitiven A**** der Welt angekommen. An diesem naturbelassenen Ort verbrachten wir zwei Tage. Die warmen Temperaturen eigneten sich nicht besonders für schwere Durchstiege, genauso wenig wie die fehlende Haut an den Fingern. Ebenso stellten wir fest, dass uns trotz den drei Wochen sehr athletischer Seilkletterei der Boulderstrom etwas abhanden gekommen ist. Nach einem wohlverdienten und abkühlenden Sprung ins Wasser begaben wir uns am Dienstag wieder zurück auf die Strasse, die uns in den nächsten Tagen via Lillehammer nach Bohuslän führen soll.